Projekt: “Streiten, Vertragen und aufeinander achten”

In der Igelgruppe fand im Mai das Projekt “Streiten, Vertragen und aufeinander achten” statt. Das Projekt wird von unserer Fachkraft Angelina Becker durchgeführt und die Idee hierzu entstand nach dem situationsorienterien Ansatz, da das Thema Streit und gegenseitige Rücksichtnahme im Krippenalltag häufig aufkam. Das Ziel des Projektes ist es, den Kindern die Möglichkeit zu geben ihre Empfindungen zu verstehen und Streit nicht nur als etwas Negatives zu empfinden. Außerdem sollen gegenseitige Rücksichtnahme und Achtsamkeit in den Krippenalltag integriert werden. Vor jeder Einheit des Projektes wird das Fingerspiel “Wenn sich zwei Hände verkrachen” gespielt.

Schritt 1:”Bilderbuchbetrachtung – Streiten & Vertragen”

Zu Beginn des Projektes wird das Buch “Alles wieder gut, mein Schatz” gemeinsam mit den Kindern betrachtet. In dem Buch sind mehrere kurze und altersgerechte Geschichten enthalten, welche die Kinder langsam an das Thema “Streit” heranführen sollen. Die Geschichten werden vorgelesen und die Kinder können wenn sie mögen selbst erzählen was ihnen dazu einfällt. Zusammen werden alle Bilder des Buches angeschaut und besprochen.

Schritt 2:”Situationen kennenlernen”

Hierbei sitzen alle Kinder im Sitzkreis und können sich Bilder von unterschiedlichen Situationen wie: “Streiten, Vertragen, Umarmen, Hauen oder auch miteinander spielen” ansehen. Alle Bilder werden gemeinsam besprochen und entdeckt. Im Anschluss können die Kinder am Maltisch ein Ausmalbild passend zum Thema anmalen. Das Bild zeigt zwei Kinder die sich Streiten und danach wieder vertragen. Die ausgemalten Bilder werden in der Galerie ausgehangen.

Schritt 3:”Nein & Stop sagen und die Gruppenregeln verinnerlichen”

Im dritten Schritt des Projektes können die Kinder sich daran probieren “Nein + Stop” zu sagen. Unsere Fachkraft macht den Kindern vor
wie sie Nein und Stop sagen können, wenn sie etwas beispielsweise nicht möchten. Nun können sich alle Kinder ausprobieren und alleine
aber auch gemeinsam Nein und Stop sagen und dazu passende Gesten ausprobieren. Im Anschluss daran werden die Gruppenregeln mithilfe
einer Igelpuppe erklärt. Der Igel kommt also zu Besuch und veranschaulicht kindgerecht welche Regeln in der Igelgruppe gelten.

Schritt 4:”Gefühlskarten & das Igelgruppenherz”

Zum Abschluss des Projektes können die Kinder Emotionskarten betrachten und diese auch nachahmen. In einem Sitzkreis probieren alle
verschiedene Gesichtsausdrücke und Gesten aus. “Wie sieht jemand aus der glücklich ist?” “Ist das ein trauriges Gesicht?” Diese und mehr
Fragen werden erforscht und mit der eigenen Mimik und Gestik experimentiert. Danach können alle Kinder am Maltisch ihren eigenen Namen
auf ein großes Herz kleben und dieses wird von allen Kindern bemalt und gestaltet. Das Igelgruppenherz wird zunächst in der Galerie und
anschließend im Gruppenraum aufgehangen.