Erster KiTa-Verein in freier Trägerschaft erhält eine offizielle Zertifizierung für das Qualitäts-management ausgestellt von TÜV-Nord

Erster KiTa-Verein in freier Trägerschaft erhält eine offizielle Zertifizierung für das Qualitäts-management ausgestellt von TÜV-Nord

Nach einer Prüfung des Qualitätsmanagement durch den TÜV-Nord nach DIN EN ISO 9001 : 2015
hat sich der Trägerverein „STARKITA e.V.“ aus Hannover sowie vier seiner STARKITAS das erste Mal für das eigenen Qualitätsmanagementsystem zertifizieren lassen. Laut der ersten Vorsitzenden des Vereins, Elina Panafidina, sei dies ein wichtiger und besonderer Schritt für STARKITA gewesen: „Eine solche Zertifizierung ist in anderen Bundesländern, wie etwa in Berlin, auch für nicht-staatliche Träger Pflicht. In Niedersachsen ist das aktuell noch nicht gefordert, aber in Planung.“

Drei Jahre Optimierung werden belohnt

Hohe Ansprüche für die Betreuung von Kindern sollten eine Selbstverständlichkeit sein.
Deshalb ist es besonders bemerkenswert, dass sich die STARKITA so früh dazu entschlossen hat, diesen Schritt der Zertifizierung eigenständig zu gehen. „Wir hatten eine hohe Personalfluktuation und haben uns gefragt, warum das so ist. Da war es ein logischer Schritt, unser Qualitätsmanagement zu überprüfen und zu verbessern.“, so Elina Panafidina. Daraufhin wurden Aspekte wie die Arbeit mit den Kindern, den Eltern und dem Team genausten geprüft. Insgesamt drei Jahre lang arbeiteten die Pädagog*innen aus den STARKITAS aus Hannover sehr intensiv an der Optimierung vieler einzelner Prozesse und Aspekte.

„Wir haben dieses Konzept zusammen und gemeinsam erarbeitet, jede einzelne Kita-Leitung und ihre Teams haben sich daran intensiv beteiligt.“ – Elina Panafidina, Geschäftsführerin

Ein komplett neues Kita-System

Nach diesem neuen Qualitätsmanagementsystem gelang es dem Team effizientere Kita aufzubauen. In diesem Rahmen fanden Umbaumaßnahmen statt, Personal wurde geschult und ein Qualitätsmanagement-Handbuch wurde entwickelt. An diesem können sich nun die Mitarbeiter*innen der STARKITA jederzeit orientieren.

Stetige Weiterentwicklung gehört dazu

Mit dem Erhalt des Zertifikats steht die Weiterentwicklung der STARKITA nicht still. Die pädagogi-sche Leitung des STARKITA Trägervereins, Ilona London, sagt dazu: „Ziel ist es, dass all diese Pro-zesse, die im Handbuch beschrieben werden, nun auch gelebt werden. Die Mitarbeiter*innen sollen mit diesem Handbuch auch arbeiten und es nicht nur im Schrank liegen haben. Außerdem wollen wir weiterhin prüfen, ob die aufgestellten Prozesse auch noch relevant sind, oder ob etwas angepasst werden muss.“ Ziel des Handbuches ist es, die alltägliche Arbeit der KiTa-Teams so strukturiert zu gestalten, dass sie mehr Zeit haben sich auf die Entwicklung der Kinder zu konzentrieren. Unsere Mitarbeiter*innen sollen sich weniger Gedanken darum machen müssen, welche Beobachtungsmo-delle werden genutzt und wo sind diese zu finden, was genau soll bei der Projektplanung berück-sichtigt werden, wo sind die Lernmaterialien zu finden …“, so Frau Ilona London.

Intensive Prüfung durch den TÜV

Die Prüfung durch den TÜV ist ein langer und intensiver Prozess. So wurden die beiden Vorsitzenden der STARKITA e.V. genauestens zu allen Bereichen befragt. Ein Auge wurde bei der Prüfung auch auf Dokumentation und Protokollierung als Kontrollbasis gelegt. Die Visionen der Vorsitzenden standen ebenso im Fokus wie die Kommunikation. Anschließend wurden alle vier Kindertagesstät-ten in Hannover zertifiziert auf Basis von Beobachtungen und Befragungen der einzelnen Mitarbei-ter*innen.

Mit diesem Schritt der Zertifizierung als erster, nicht staatlicher Träger im Land Niedersachsen, setzt der STARKITA e.V. ein wichtiges Zeichen für mehr hochwertiges Qualitätsmanagement im Bereich der Kinderbildung und ist ein Vorbild für weitere Träger, ebenfalls diesen Schritt zu wagen. Sollten andere Träger daran interessiert sein, ebenfalls ein solches Qualitätsmanagement-Projekt durchzuführen oder eine solche Zertifizierung zu erlangen, bietet STARKITA e.V. gerne seine Hilfe und Beratung an. Interessierte können sich dafür telefonisch oder per E-Mail direkt an Frau Elina Panafidia wenden.