Es ist leichter mit 25 Kindern, als mit einem!

Seit vier Jahren ist Natali Teil unserer STARKITA Am Rohgraben 8. Die gebürtige Russin hat mit 37 Jahren und nach kleinen Umwegen ihren gelernten Beruf als Maßschneiderin an den Nagel gehängt und den Weg in den pädagogischen Bereich gefunden. 2016 begann sie eine Ausbildung zur staatlich geprüften Sozialassistentin und arbeitet seitdem bei STARKITA e.V..

Hinter dem Endergebnis steckt viel Arbeit

Die üblichen Klischees, beispielsweise, dass Erzieher*innen nur Kaffee trinken, kann Natali durch ihren Arbeitsalltag widerlegen. Neben den üblichen Aufgaben, wie den gemeinsamen Mahlzeiten und dem Spielen der Kinder, fallen viele weitere Aufgaben an. So werden in der STARKITA Am Rohgraben 8 jede Menge AG’s und Projekte angeboten. Neben Sport werden Sprachen und musikalische Früherziehung angeboten. In der Leitung dieser wechseln sich die Kolleg*innen häufig ab, die Russisch-AG aber leitet Natali vollständig.

Die Vorbereitung der Aktivitäten, der Projekte und der AG’s werden von vielen oft unterschätzt. „Außenstehende sehen meist nur das Endergebnis unserer Arbeit.“

Wie schafft ihr das mit so vielen Kindern?

Am häufigsten wird Natali die Frage gestellt, wie man mit 25 Kindern gleichzeitig umgehen soll. Dabei ist es für sie ganz einfach. „Es ist leichter mit 25 Kindern, als mit einem Kind.“
Mit viel Spaß und Geborgenheit bringen sie und ihre Kolleg*innen den Kindern Struktur und Regeln bei. Im Gegensatz zu der Erziehung zu Hause, können die Kinder den Erzieher*innen dadurch nicht auf der Nase herumtanzen.

Neben all den Regeln, sollen aber auch Werte vermittelt werden. Für Natali besonders wichtig: Dass die Kinder selbstständig werden und lernen Dinge wertzuschätzen, aber auch, dass sie Wissen vermittelt bekommen.

Blumen und Torte von den Kolleg*innen

Nicht nur die Bindung zu den Kindern ist bei der Arbeit in einer Kita wichtig. Auch das Verhältnis zu den Kolleg*innen und Vorgesetzten.

In dem Verein hat Natali einen Arbeitgeber gefunden, bei dem sie sich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt hat. „Uns wird zugehört.“ Und das in jeder Situation, unabhängig davon, ob es um private oder berufliche Angelegenheiten geht.

Sogar den schönsten Geburtstag in ihrem Leben schenkten ihr die Kolleg*innen. Normalerweise gestaltete die 37-jährige ihre Geburtstage selbst, doch nicht an diesem Tag. Am Morgen nahm sie noch an einer Fortbildung teil und ahnte nichts. Als diese zu Ende war, fand sie in der Gruppe eine Torte und wunderschöne Blumen vor und erhielt die herzlichsten Gratulationen.